|
Nach langem Anlauf und einer Strecke mit manchen Hürden ist am vergangenen Samstag, dem 13. Oktober 2007, die Jugendkirche Soest offiziell gestartet. Zum Eröffnungsgottesdienst, dem ersten Hugo (dem Jugendgottesdienst der Jugendkirche), im Wiese-Gemeinde waren über 300 Leute gekommen. Mit diesem Andrang hatte selbst das Jugendkirchenteam nicht gerechnet: Obwohl noch eilig Stühle nachgestellt wurde, reichte der Platz nicht aus, um Sitzplätze für jeden zu schaffen. Bis zur gut besuchten Abschlussandacht in der Wiesenkirche war auf dem gesamten Gelände zwischen Jugendkirchenhaus und Wiesenkirche mächtig was los. Ein Start, der allen Beteiligten Mut gemacht hat.
Wegen des großen Andrang begann der Hugo mit leichter Verzögerung: Um 17:00 drängten immer noch Leute in die beiden größen Säale des Wiese-Gemeindehauses. Wer keinen Platz zum Sitzen mehr bekam, musste in der Tür und im Vorraum stehen. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Die Jugendkirchen-Band, die unter Leitung von Stefan Weber von Anfang an begeisterte, machte kräftig Druck und überzeugte mit einem professionellen Auftritt. Das lag nicht zuletzt auch an denen, die im Hintergrund mit großen Einsatz die Bühnentechnik vorbreitet und betreut hatten: Das Team um Lukas Gössling.
Der Gottesdienst selbst war vom BasisTeam vorbereitet worden. Thema des Gottesdienstes - wie konnte es anders sein: "Komm und sieh!", das Motto der Jugendkirche, das sich an Johannes 1 anlehnt. Durch den Gottesdienst führten Anna Zierock und Hauke Hein. Mitarbeiterinnen des BasisTeams hatten ein kleines Spiel vorbereitet, bei dem es ums genaue Hinsehen ging: Superintendent Hans König und der Stellvertretende Bürgermeister Hans Bernsdorff mussten Bilder erraten, die ihnen von den Gottesdienstbesuchern erklärt wurden. Bei einem kurzen Anspiel ging es um die Skepsis von Jugendlichen gegenüber Kirche und Gottesdiensten - und die Aufforderung: "Komm und sieh doch selbst." Das wurde dann in der Predigt der Jugendreferenten Petra Englert und Friedrich Kasten auf lockere und ansprechende Weise vertieft: Gottesdienst kann auch so sein, dass sich Jugendliche angesprochen und einfach wohl fühlen. Das ist die beste Vorraussetzung dafür, dass in einem Gottesdienst Lob und Anbetung auch über Gnerationengrenzen hinweg möglich ist. Der Hugo hat das eindrücklich unter Beweis gestellt.
Nach dem Gottesdienst wurde es offiziell: Petra Englert und Friedrich Kasten führten durch ein kurzes Eröffnungsprogramm vor dem Jugendkirchenhaus. Frank Zwintscher und Pfr. Karsten Dittmann enthüllten das Schild am Haus der Jugendkirche mit dem Logo. Vorher waren die geehrte worden, die mit vielerlei Ideen sich in die Logoentwicklung eingebracht hatten.
Die anschließende Reihe der Grußworte wurde von Selina Schlage aus Welver eröffnet. Aus eigener Erfahrung hat sie geschildert, was ihr an der Jugendkirche wichtig ist. Daran schlossen sich Markus Schneider vom Kirchberghof und Schwester Margot, Diakonisse aus Scherfede, an. Hans Berndorff brachte Grüße der Stadt und zeigte sich ehrlich überrascht von dem, was er erleben konnte: Mit so einer beeindruckenden Eröffnungsfeier hatte er gar nicht gerechnet. Superintendet Hans König hat die Jugendkirche ein Experiment genannt und dazu aufgerufen, mehr solche Experimente zu wagen. Mit seiner Registrierung in der Community gab der Superintendent dann auch den Startschuss für die Homepage jugendkirche-soest.de.
Nach dem offizielen Teil wurde es feierlich: Das Catering-Team um Alexander Hildebrandt, Lisa Sauerland und Susanne Sievert hatte in der Wiesenkirche ein Eröffnungsbuffet organsiert. Unter dem weltberühmten Westfälischen Abendmahl wurde dann aus der Einladung "Komm und sieh" eine "Kommt und schmeckt". Bis 22:00 Uhr wurde auf dem ganzen Gelände dann kräftig gefeiert: Im Gemeindehaus mit einer Party, im Jugendkirchenhaus eher gemütlich mit Kaffee und Klönen. Den Schlusspunkt setzte dann ein Nachtandacht in der Wiesenkirche, zu der rund 100 Personen kamen. |